PETITION: Homophobie unterrichten – Realsatire retten!

von Stefan

Was ist denn da los? Träume ich? Thomas Hitzlsperger outet sich als schwul – und ganz Deutschland findet es toll. Wo ist denn auf einmal die putzige Homophobie der Deutschen geblieben, die uns in ihrer Mischung aus verklemmter Spießbürgerlichkeit und schamfrei zur Schau gestellter Doofheit mit hoher Zuverlässigkeit immer wieder Perlen der alltäglichen Realsatire bescherte? Muss ich jetzt auf die nächste Kinderbuch-Debatte warten, um meinen Blutdruck in Wallung zu bringen? Doch weit gefehlt: Nur ein paar Kilometer von mir, im drollig-spießbürgerlichen Baden-Württemberg, erhebt sich gerade ein neues Bollwerk der Homphobie. Denn wenn ein ehemaliger Nationalspieler zu seiner sexuellen Identität steht, jubeln die Deutschen und klopfen ihm (zu Recht!) kollektiv auf die Schultern – aber wenn den eigenen Kindern plötzlich beigebracht werden soll, dass Homosexualität etwas ganz Normales ist, sprengt das dann doch den beschaulichen Horizont der Gartenzwergköppe aus dem Ländle – wie auch aus ganz Deutschland, denn wie die Karte zur regionalen Verteilung der Unterzeichnenden auf der Seite der entsprechenden Petition zeigt, kommen diese bei weitem nicht nur aus Baden-Württemberg. Und schon kriechen sie aus ihren Löchern, die begnadeten Realsatiriker, die bei solchen Debatten gerne das Wort führen (sämtliche Zitate aus der Kommentarseite der Petition):

Der Akademiker, der irgenwann mal irgendwie sein Medizinstudium geschafft hat und gern Fremdwörter benutzt, die er nicht versteht oder bewusst missbraucht, um seine eigene verquere Meinung als irgendwie qualifiziert dastehen zu lassen.

Ich bin Kinderarzt und sehe die dringende Notwendigkeit, unsere Jugendlichen nach zeitlos gültigen ethischen Normen zu informieren oder zu unterrichten und nicht nach ideologisch geprägten Weltanschauungen, die entweder einem opportunistischen Dem-Zeitgeist- Nachlaufen entspringen oder der gezielten Manipulation der Jugend dienen.

Die Wertkonservativen, für die die Ehe zwischen Mann und Frau die Norm bleiben muss, weil das ja schon immer so war. Oder weil nur aus dieser Verbindung Kinder hervorgehen. Weil ja Schwule und Lesben so viel mehr Kinder bekommen, wenn man sie diskriminiert.

Ich möchte nicht, dass unsere Kinder derart vom Staat erzogen werden und dass sie mit diesem Menschenbild verwirrt werden. Familien aus Mann und Frau aus deren Mitte Kinder hervorgehen sind und bleiben die Stütze und Zukunft eines Landes und sind Garant für die Entwicklung stabiler und gesunder Persönlichkeiten.

Die Gender-Allergiker, für die schon die Idee, dass Geschlechterrollen sozial konstruiert sein könnten, völlig abwegig ist, denn:

Genderismus ist eine abstruse und wissenschaftlich nicht haltbare Theorie.

Die Verschwörungstheoretiker, die Angst haben, dass ihre vermeintliche Mehrheitsmeinung von einer verschwindend kleinen Minderheit in Frage gestellt werden könnte. (Und schon wieder „Ideologie“, gleich im ersten Kommentar. Ernsthaft, kann nicht mal jemand diesen Leuten erklären, dass eine Meinung nicht ideologiefrei ist, nur weil es zufällig ihre eigene ist?)

Der ideologisierte neue Bildungsplan entspricht nicht dem Bildungsauftrag für ca. 90% der Bevolkerung! Die Minderheit von ca. 10 % sollen geachtet und geschützt werden nach dem GG der BRD, aber nicht ideologisch den Bildungsplan für die Mehrheit der Bevolkerung bestimmen!

Ich fühle mich als als ganz normaler Familienvater durch die ständige, zunehmend aggressive Propagierung unfruchtbarer Sexualformen durch entsprechende Lobbys in anmaßender Weise bedrängt und teilweise sogar unter Diskriminierungsverdacht gestellt, wenn ich für die eigentlich gesetzlich geschützte Ehe von Mann und Frau eintrete.

Die Mahner, die DDR-Verhältnisse befürchten, wenn der Staat in die Erziehung ihrer Kindung eingreift. Weil „Bildung“ ja bedeutet, Flüssenamen und binomische Formeln auswendig zu können und nichts mit Persönlichkeitsbildung zu tun hat.

Ich bin dagegen das der Staat den Bildung benutzt um eine Gesellschaftliche umerziehung durchzuführen. Ohne eine Volksabstimmung kann man keine Umerziehung durchführen. Sexuelle Vielfalt muss keine bereicherung für ein Volk bedeuten, mit so eine Umerziehung kann mann keine Toleranz erzwingen sondern das gegenteil bewirken. Gleichheit kann man zwang Erziehung nicht erzwingen daher gibt es auch kein NPD VERBOT.

Die Mahner, die sich um die Gesundheit ihrer Kinder sorgen, weil man ja mit Homosexualität – genau wie mit Gentechnik und Handystrahlung – noch so wenig Erfahrung hat, und wenn man nicht weiß, welche Risiken etwas mit sich bringt, probiert man es besser gar nicht erst aus. (Hab ich mir damals auch gedacht, als ich meine Baupläne für die eierlegende Wollmilchsau, die den Welthunger beendet und außerdem Friedefreudeeierkuchen gestiftet hätte, zerrissen und anschließend aufgegessen habe. Ätsch.)

Das Ausmaß und die Auswirkungen von „nichtnormalen“ Partnerschaften ist derzeit noch nicht absehbar und meiner Meinung nach die Ursache für viele psychische und vor allem Identitätsprobleme, die sich jedoch erst in den nächsten Jahren mit ganzer Schwere zeigen werden.

Weil es nicht sein darf, dass eine Minderheit in unserem Land darauf Einfluss nimmt wie Kinder in Deutschland in Zukunft geprägt werden und weil es nach meiner Lebensauffassung (in der ich auch NICHT diskriminiert werden möchte) wichtig ist die klassische Familie, mit einem männlichen Vater und weiblichen Mutter, als Wert unserer christlichen Kultur zu erhalten, da ich einen enormen Werteverfall in Deutschland befürchte, dessen Folgen noch nicht absehbar sind. Es ist(für mich) eine Katastrophe, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen den gleichen Stellenwert wie eine bis dato ’normale‘ Beziehung erhalten.

Die bibeltreuen Christen, die sämtliche gesellschaftlichen Entwicklungen seit der Aufklärung verschlafen haben.

Ich habe sechs Kinder. Der älteste Sohn geht bereits in die erste Klasse. Ich will, dass meine Kinder christlich erzogen werden. Die Bibel lehrt, dass eine sexuelle Beziehung nur zwischen Mann und Frau stattfinden darf (1. Mose 1,27; 3. Mose 18,22; Römer 1,18-32). Alles andere ist vor Gott eine große Sünde und ein Greuel. Außerdem ist jede außereheliche Beziehung auch eine Sünde.

Die doppelmoralinsauren Heteronormativen, die zwar nicht unbedingt etwas gegen Homosexuelle an sich haben, aber doch finden, dass Homosexualität irgendwie nicht normal ist, und deshalb auch ihre Kinder zu aufrechten Heterostaatsbürgern erziehen möchten.

Ich habe 4 Kinder und hoffe doch sehr das alle mal eine normale sexuallität haben werden. Wenn man „schwul sein“ und „lesbisch sein“ den Kindern als „normal“ beibringt, wissen sie bald nicht mehr, dass eine normale Bezihung Frau und Mann ist und nicht Frau und Frau oder Mann und Mann.

Sorry aber das ist einfach nicht richtig… Und was das wirklich nicht gut ist kann man halt auch nicht „weg-aufklären“

Ich bin dagegen dass Homosexualität als normal angesehen wird und es ist nicht richtig, dass diese auch in Schulen kleinen Kindern beigebracht wird. Toleranz gegenüber Homosexuellen ist ja in Ordnung, aber diese als Selbstverständlich hinzunehmen und diese noch gutzuheißen ist ewas ganz anderes.

Schutz vor Diskriminierung ist eine Sache. Aber allen Kinder den umstrittenen Lebenstil einer sexuell fehlentwickelten Gruppe als „normal“ zu präsentieren und ihnen deren Meinung aufzuzwingen, das geht definitiv zu weit!

Diejenigen, die dieses Regenbogen prinzip einfach scheinheilig finden und Rechtschreibung und Grammatik sowieso auch, weil… weil… äh, ja warum eigentlich?

Weil ich dieses Regenbogen prinzip einfach scheinheilig finde und ich möchte das meine Kinder nicht aufwachsen mit einer Betonung auf Transexuelle, Homosexuelle usw.

Seien wir ehrlich: Wollen wir diese realsatirischen Kopfgeburten begnadeter Alltagscomedians wirklich missen? Was wäre unsere Gesellschaft ohne diese selbsternannten Toleranzler, die ja gar nichts gegen Homosexuelle (oder Transsexuelle, oder Migranten, oder Frauen, oder, oder, oder) haben, aber sich mit Zähnen und Klauen dagegen wehren, dass diese Toleranz auch wirklich gelebt wird? Was wäre unsere Gesellschaft ohne den Kreisligakapitän, der vor Hitzlsperger den Hut zieht, um dann am Stammtisch schwulenfeindliche Witze zu erzählen; ohne die Personalchefin, die sich für Gleichstellung einsetzt, aber empört mit der Zunge schnalzt, wenn sie zwei Schwule oder Lesben küssen sieht; ohne den Realschullehrer, der eine unsäglich homphobe Petition startet und sie unter anderem mit folgendem herrlich lächerlichem Argument begründet:

In „Verankerung der Leitprinzipien“ fehlt komplett die ethische Reflexion der negativen Begleiterscheinungen eines LSBTTIQ-Lebensstils, wie die höhere Suizidgefährdung unter homosexuellen Jugendlichen, die erhöhte Anfälligkeit für Alkohol und Drogen, die auffällig hohe HIV-Infektionsrate bei homosexuellen Männern, (…) die deutlich geringere Lebenserwartung homo- und bisexueller Männer, das ausgeprägte Risiko psychischer Erkrankungen bei homosexuell lebenden Frauen und Männern.

Und was wären wir ohne die Verschwörungstheoretiker, deren absurde Ansichten jede Satireseite überflüssig machen?

Die von einer Pädophilienlobby gesteuerte Zerstörung der natürlichen Scham der Kinder unter Missbrauch der Schulen, die Zerstörung des natürlichen Familen/christlichen und Schaffung eines neuen Menschenbildes mit vorgeburtlicher Kindsvernichtung und demografischen Desaster sind als eine Einheit kein Zufall, sondern politisches Programm einer Überbevölkerungsideologie und Eugenik im neuen Gewandt, die in den offiziellen Medien regelmäßig politisch korrekt verschwiegen oder kaschiert wird.

Wollen wir wirklich in einem Land leben, in dem keiner mehr die Lieblingsfrage der homophob-wertkonservativen Gartenzwergköppe stellt, in welchem Land wir eigentlich leben?

In was für einem Scheißland leben wir denn. Haben wir alle keinen Respekt mehr vor gar nichts?

Ich meine: Nein! Und starte jetzt deshalb meine eigene Petition. Damit nachfolgende Generationen nicht zu vernünftigen, selbst denkenden Wesen erzogen werden, die Toleranz und Gleichberechtigung leben, die, anstatt homophoben, rassistischen oder sonstwie diskriminierenden Dünnpfiff von sich zu geben, lieber langweilige Katzenbilder im Internet posten, fordere ich

a) die Einführung eines Schulfaches „Heteronormativität“,
b) das sofortige Verbot sämtlicher linker Spinnerparteien (Grüne, SPD, etc.),
c) die sofortige Schließung sämtlicher Internetseiten und -blogs, die diese Gutmenschen-Konsenssoße propagieren (einschließlich meines eigenen),
d) zum Zwecke der Umsetzung von c) die Wiedereinsetzung von Ursula von der Leyen als Superministerin für Familie und Internetzensur,
e) Verbannung des Sexualkundeunterrichts aus den Schulen (und der Evolutionslehre und des kopernikanischen Weltbilds),
f) Einführung einer angemessenen Herdprämie, damit aus Mädchen endlich wieder doofe Hausfrauen werden, die genug Zeit haben, ihre Kinder zu heteronormativen, sexistischen Spießbürgern zu erziehen.

Das sollte doch genügen, um die Realsatire zu retten, oder? – Auch wenn mir, um zum Abschluss noch einmal ernst zu werden, das Lachen schon bei den hier zitierten Kommentaren häufig im Halse stecken bleibt. Deshalb verlinke ich an dieser Stelle auch gern die Gegenpetition, deren Begründung zwar relativ kurz gehalten und etwas holprig formuliert ist, mit der sich aber trotzdem ein Zeichen setzen lässt gegen die noch immer allzu verbreiteten irrationalen Ängste, die sich nicht nur gegen Homosexuelle, sondern gegen jegliche vermeintliche Unterhöhlung vermeintlicher Normen und Werte richten: https://www.openpetition.de/petition/online/gegenpetition-zu-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens

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